Beinwell – fördert die Wundheilung

Beinwell – fördert die Wundheilung

Die Heilpflanze hilft bei Sportverletzungen und Rückenschmerzen. Sie wirkt zudem entzündungshemmend und schmerzstillend.

„Mit Beinwell wachsen sogar im Kochtopf die Knochen wieder zusammen“ – So lautet eine der vielen mittelalterlichen Legenden zur Heilwirkung des Beinwell (Symphytum officinale). Diese übertriebene Darstellung sollte auf die heilenden Eigenschaften dieser Arzneipflanze hindeuten, die mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt wurden.

In der Volksheilkunde weiß man seit Jahrhunderten: Beinwell fördert die Wundheilung und wirkt schmerzstillend. Aus diesem Grund wird Beinwell äußerlich bei Gewebeverletzungen und Knochenbrüchen eingesetzt. Der wissenschaftliche Name Symphytum (griech. zusammenwachsen) und der deutsche Name Beinwell (wall zusammenwachsen) entstammen dieser langjährigen Anwendung.

Es ist vor allem das in der Wurzel und in den Blättern vorkommende Wirkstoffgemisch, das für die positiven Wirkungen verantwortlich ist. Eine der wichtigsten Substanzen ist dabei das Allantoin. Dieses fördert die Regeneration von Gewebe und den Wundverschluss. Unterstützt wird der wundheilungsfördernde Effekt durch zusätzlich enthaltene Schleimstoffe. So genannte Glykopeptide und Rosmarinsäuren wirken darüber hinaus entzündungshemmend und schmerzstillend.

Vor allem die Anwendung von Beinwell bei typischen Sportverletzungen wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist gut belegt und wissenschaftlich untermauert. Sowohl Schmerz als auch Schwellungen und Hämatome werden durch Beinwell gebessert.

In den letzten Jahren wurden darüber hinaus vermehrt Studien durchgeführt, die eine schmerzstillende Wirkung von Beinwell beispielsweise bei Rückenschmerzen belegen.

Auch den Vergleich mit gängigen entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Diclofenac braucht Beinwell dabei nicht zu scheuen.

Anwendungstipps:

  • Beinwell wird nur äußerlich in Form von Salben oder Umschlägen aufgetragen.
  • Wegen der in geringen Mengen enthaltenen potenziell lebertoxischen Pyrrolizidinalkaloide sollte Beinwell allerdings nur äußerlich auf intakter Haut angewendet werden.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kleinkindern sollte auf Beinwell verzichtet werden.
  • Mittlerweile sind in der Apotheke aber auch gänzlich pyrrolizidin-freie Beinwellsalben erhältlich.

Bild von StockSnap auf Pixabay